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"WeheWehe..."
…wenn Du eines Morgens wach wirst und es ist Krieg." Das klang nach Prophezeiung und war doch gleichzeitig Belehrung. Es war kein Verrat gegenüber dem Vater, vielleicht lag der Satz an der Grenze der Zulässigkeit. Damit war das Gespräch für diesen Tag, dem 31. August 1939, beendet.
Am nächsten Tag erfuhren Bruni, Anneliese, die Klassenkameraden, die Menschen in der Stadt Stolp, in Hinterpommern, in Deutschland und in der ganzen Welt die einseitige Erklärung: "Seit fünf Uhr fünfundvierzig wird zurück geschossen." Wusste wirklich keiner, dass es in der Tat ein Hingeschossen war?
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Anneliese drängte zum Aufbruch. Mutter wische mit der Hand über das Buffet, merkte, wie ihr der Mut schwand. Sie kramte im Schubfach, verweilte, schlug etwas auf, murmelte neuntausendneunhundertfünfzig und befahl sich: "Sparbücher bleiben hier, damit sie unterwegs nicht verloren gehen!" Darauf holte sie das vor Wochen abgehängte Führerbild und legte es bereit, um es beim Verlassen der Wohnung wegzuwerfen.
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Irgendwann stand wie aus dem Nichts in der trügerischen Ruhe der Nacht ein Russe im Türrahmen. Er ging deutlich vernehmbare Schritte auf die erste Frau in seiner Nähe zu, packte Frau Sippel, stieß sie mit der Wucht seiner männlichen Kraft in eine nebenan gelegene Kammer. Alle erfasste stumme Panik. Onkel Max lief auf und ab, Wut stand in seinem Gesicht, er wollte das Unvermeidliche noch verhindern, nicht tatenlos bleiben. Es war auch nicht abzusehen, was im nächsten Moment und danach mit den anderen Frauen im Raum geschehen könnte. Er rannte auf die Straße…
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