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Pasewalker Zeitung vom 17.06.2005
Ein literarischer Blick in den Lebensweg einer Mutter
Die Geburt eines Mädchens, die lebhafte Schulzeit eines Kindes, das Heranwachsen einer jungen Frau –
alles unter dem Einfluss des Hitlerregimes während der nationalsozialistischen Zeit. Dies schildert
Christiane Klamt in ihrem Buch „Wehewehe...“. Für zwei neunte Klassen hielt die Autorin in der Aula
des Oskar-Picht-Gymnasiums in Pasewalk eine einstündige Lesung aus ihrem aktuellen Werk. Es ist ein
Buch, das das Leben ihrer Mutter Anneliese Gransow, geborene Lipski, auf eindrucksvolle Weise beschreibt.
Mit verschiedenen authentischen Passagen aus dem Buch begeisterte sie ihr Publikum am Gymnasium. „Ich fand
es sehr interessant Frau Klamt zuzuhören. Obwohl sie nur Ausschnitte des Buches vorgelesen hat,
konnte man schon einen guten Einblick in das Schicksal ihrer Mutter bekommen“, so der 15-jährige Erik
Sy aus Züsedom. Die Handlungsorte des Buches dürften so manch einem bekannt vorkommen. Neben
Stettin und Anklam spielt die Geschichte rund um die heute 81-Jährige Anneliese Gransow ebenfalls in
Pasewalk. Wichtige teils historische Ereignisse wie der Kriegsbeginn, die Besetzung Deutschlands durch die
Russen, die Flucht aus der Heimat Stettin und schließlich das Ende des Krieges finden im Buch ihren
Platz.
Vor zwei Jahren begann Christiane Klamt literarisch zu schreiben. Auf Vorschlag ihrer Mutter entschied sie sich
eine Biografie über deren Leben zu verfassen. Zusammen mit der Journalistin Ingeborg Klett-Bohl
fing sie im Frühjahr 2004 an, die erzählten Ereignisse ihrer Mutter niederzuschreiben. Im
Februar 2005 erschien das Buch erstmalig. Nun reist Christiane Klamt mit ihrer Vorlesung durch
Norddeutschland und versucht so das Interesse und Verständnis der Leute für die Kriegszeit zu
wecken. „Ich habe mir während des Schreibens immer vor Augen gehalten, dass dies ein Buch zum
Vorlesen sein soll, besonders wichtig ist mir dabei, dass man mich inhaltlich versteht“, so die
gebürtige Anklamerin.
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