Anneliese Lipski
 
"Wehewehe… "

Aus Sorge, dass Erlebtes aus dem Schatten in die Finsternis versinkt und Vergangenheit verloren geht, fügte die Tochter, Christiane Klamt, in kurzen Kapiteln Erinnerungen der Mutter, ihrer Familie und deren Verwandten und Bekannten aneinander.

Das Leben der 1924 in Pommern geborenen Anneliese Lipski wird durch das Hitlerregime geprägt. Die Eltern ziehen bis zur Flucht 1945 immer der Arbeit des Vaters hinterher (Stettin, Stolp, Stralsund, Stettin, Stolp). Es erinnert sich das halbwüchsige Kind mit bildhaften Eindrücken, dann das Schulkind, eingebunden in die Erziehung des Dritten Reiches, und später die Rot-Kreuz-Schwester über ihre Arbeit im Lazarett, eine junge Frau, die unpolitisch denkt, aber gerecht fühlt.

Die Achtzigjährige spricht über ihr Leben - von der Geburt bis zur Zeit des Zweiten Weltkrieges - schildert authentisch ihre Flucht als junge Frau aus Hinterpommern, und das Ende des Krieges.
Schwerpunkt der Erinnerungen ist der Einmarsch der Russen. Mit der Heimatlosigkeit im Jahre 1947 enden die Eindrücke. In der Stadt Anklam, wenige Kilometer von der geliebten Ostsee entfernt, wird das erste Kind geboren - die Tochter Christiane.